Ernährungsmythen

Zucker in aller Munde – Teil 2

Heute bekommt ihr die ausstehenden 4 Zuckermythen serviert! Guten Appetit 😉lump-sugar-549096_1280.jpg

5, Süßstoffe sind gefährlich.

Ein stark umstrittenes Statement. Verständlich. Panikmache bringt uns aber auch nicht weiter! Was uns weiterbringt sind gut durchgeführte, wissenschaftliche Studien.

Um sich eine Meinung bilden zu können, muss man erst einmal wissen, was Süßstoffe denn eigentlich sind: Süßstoffe sind Substanzen, die zum Süßen von Nahrungsmitteln verwendet werden & deren Süßkraft bis zum 10.000-fachen höher sein kann als die von Haushaltszucker (Saccharose). Sie haben praktisch keine Kalorien.

Im Moment sind 8 Süßstoffe in der EU & so auch in Österreich zugelassen.  Bevor ein Süßstoff zugelassen wird, wird er genau auf seine gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. Daraufhin wird der ADI-Wert festgelegt. Bis zu diesem Wert könnte der betreffende Süßstoff täglich ein Leben lang aufgenommen werden, ohne dass negative Wirkungen zu erwarten sind. Bei den üblichen Verzehrsmengen wird der ADI-Wert kaum erreicht.

Um allerhöchste Sicherheit zu gewährleisten ist die European Food Safety Authority (EFSA)  gerade dabei alle bisher zugelassenen Süßstoffe neu zu bewerten. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse decken sich jedoch weitestgehend mit den alten Bewertungen.

Man muss diesem Thema also etwas Wind aus den Segeln nehmen. Ob & in welchem Ausmaß du Süßstoff konsumieren möchtest, liegt im Endeffekt bei dir & ist – wie so oft – Geschmackssache. 😉

6, Light-Produkte enthalten weniger Zucker.

Vorsicht! Der Begriff „light“ ist wenig bis gar nicht definiert. „Light“ kann demnach viele Bedeutungen haben (zB kalorienreduziert, fettarm, kohlensäurearm, alkoholreduziert, wenig gesalzen, koffeinarm, leicht verdaulich etc.).

Deshalb gilt: Augen auf beim Einkauf! Produkt umdrehen & Zutatenliste lesen. So kannst du enttarnen, um welche Art von „light“-Produkt es sich wirklich handelt.

7, Süß = Süß

Nicht ganz. Der süße Geschmack in Produkten kann unterschiedliche Gründe haben. Die Hersteller können auf herkömmlichen Zucker in seinen zahlreichen Darreichungsformen (Traubenzucker, Kristallzucker, Staubzucker, Rohrzucker etc.) oder auf ähnlich süße Lebensmittel wie Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft zurückgreifen. In den letzten Jahren wurden jedoch auch Zuckeralkohole wie Sorbit & Xylit oder Süßstoffe wie Stevia & Aspartam als „Zuckerersatz“ in Produkten bei den Herstellern immer beliebter.

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Der süße Geschmack kann also aus unterschiedlichen Quellen kommen. Am besten kannst du das herausfinden, indem du dir die Zutatenliste etwas genauer ansiehst. Sollten dabei Fragen auftauchen, stehe ich gerne bei einem Termin zur Verfügung.

8, Zucker macht zuckerkrank.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ging diesem Statement auf den Grund. Das Ergebnis zeigt keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Kohlenhydratanteil (inkl. Zucker) in der Ernährung & dem Entstehen von Diabetes mellitus Typ 2.

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Was aber sehr wohl einen Einfluss auf die Entstehung hat, ist bestehendes Übergewicht. Übergewicht & Adipositas entstehen durch eine ungesunde Ernährung mit einer dauerhaft positiven Energiebilanz. Zu diesem „Zuviel“ an Kalorien trägt natürlich auch der konsumierte Zucker (zB in Softdrinks, Süßigkeiten) bei. Übergewicht ist also mit einer ganzen Reihe von Begleiterkrankungen assoziiert. Darunter eben auch Diabetes mellitus Typ 2. So schließt sich der Kreis.

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Ein Kommentar zu „Zucker in aller Munde – Teil 2

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