Ernährungsmythen

Zucker in aller Munde – Teil 1

Zucker ist im Moment in aller Munde. Auch am 34. Ernährungskongress in Wien drehte sich (fast) alles um die kleinen weißen Kristalle.

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Zucker ist zu einem vieldiskutierten & umstrittenen Thema geworden. Ich möchte  zumindest 8 der sich hartnäckig haltenden Zuckermythen aufdecken.

1, Zucker ist ungesund.

Dieses Statement würde ich so nicht unterschreiben. Unter anderem versorgt Zucker unseren Körper mit Energie. Zucker gehört zu einer ausgewogenen Ernährung also einfach dazu. In welcher Menge & Form wir diesen Zucker aufnehmen – das sind die ausschlaggebenden Punkte. Natürlich macht es einen Unterschied, ob du zuckerreiche Softdrinks konsumierst oder ob du deinen Körper etwas arbeiten lässt, indem du komplexe Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten zu dir nimmst, die erst im Laufe des Verdauungsprozesses zu einfachem Zucker abgebaut werden.

2, Zucker verursacht Karies.

Zucker ist ein idealer Nährboden für kariesfördernde Zahnbakterien. Diese Bakterien stellen Säuren her, die den Zahnschmelz angreifen. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung & vor allem eine sorgfältige Zahnpflege & -hygiene wichtig!

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3, Hände weg von Obst.

Bitte nicht! Obst enthält natürlicherweise Fruchtzucker (Fruktose). Fruktose ist Zucker. Richtig. Aus diesem Grund gibt es auch die Beschränkung von 2 Obstportionen pro Tag. Eine Obstportion entspricht hierbei ungefähr deiner geballten Faust. Früchte aufgrund des Zuckergehalts ganz & gar aus deinem Speiseplan zu verbannen wäre falsch. Neben dem Fruchtzucker enthalten sie nämlich wertvolle Ballaststoffe, Vitamine & Mineralstoffe.

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4, Zucker macht süchtig.

Es gibt keine Zuckersucht. Das Ausschlaggebende an einem Suchtmittel ist, dass es gut & sofort wirken muss, um den Menschen massiv psychisch zu verändern. Kurz gesagt: Es muss psychotrop wirken, wie beispielsweise Opiate, Kokain oder Alkohol. Zucker hat jedoch keine derartige psychotrope Wirkung. Zucker macht also nicht abhängig, denn nicht jeder überhöhte Konsum endet in einer Sucht.

Wieso hält sich dieser Mythos dennoch so stark? Weil es logisch klingt, eine einfache Begründung liefert & schnell weitererzählt werden kann.

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Was vielmehr dazu beiträgt das Gefühl zu haben von Zucker „abhängig“ zu sein oder ihn „zu brauchen“ ist die Macht der Gewohnheit. Klingt nicht so krass & ist immer ein kleines Schuldeingeständnis, da man ja selbst Herr bzw. Frau seiner Gewohnheiten ist.

ABER! Das ist doch eigentlich eine super Nachricht. Denn nach dieser Erkenntnis liegt es in der Hand jedes Einzelnen, seinen Süßgeschmack abzutrainieren. Ja, richtig gehört! Du kannst deinen über die Jahre unempfindlich gewordenen Geschmack für Süßes beeinflussen. Das kannst du zu Hause ganz einfach selbst testen, indem du beispielsweise deinen Kaffee mit immer weniger Zucker trinkst. Dein Körper & dein Geschmack werden sich im Laufe der Zeit daran gewöhnen. Irgendwann wird dir gezuckerter Kaffee viel zu süß vorkommen. Dann hast du deinen Süßgeschmack erfolgreich neu programmiert!

Nächste Woche erwarten euch dann die nächsten 4 Zuckermythen!

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3 Kommentare zu „Zucker in aller Munde – Teil 1

  1. Hallo Raphi! Mir gefallen deine Beiträge sehr gut , speziell dieser über Zucker. Da ich keine sehr „Süsse “ bin, betrifft es mich mehr mit Obst. Ich esse gerne Obst, auch Obstsalat. Da kommt eigentlich viel Fruchtzucker zusammen. Soll man da noch zuckern? LG Christa

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