Ernährungsmythen

Fasten – Sinn & Unsinn

Im letzten Beitrag hab ich ein bisschen Klarheit in den verwirrenden Begriff des „Fastens“ gebracht. Heute geht’s um die Vor- & Nachteile, die Fasten mit sich bringen kann.

Pro’s

Hochgefühl

Beim Fasten schüttet der Körper vermehrt Endorphine, die sogenannten Glückshormone, aus. Komisch? Das ist die natürliche Reaktion auf den Energiemangel. Der positive Einfluss auf die Stimmung hilft Menschen über Zeiten des akuten Nahrungsmangels hinweg.

Erleichterung

Fasten kann also positive Gefühle auslösen. Das ist wie beschrieben einerseits auf die Ausschüttung der Glückshormone, andererseits jedoch ganz einfach auf ein subjektives Gefühl des Erfolges zurückzuführen. Wer fastet fühlt sich erleichtert, weil er zumindest eine Zeit lang ganz bewusst auf seinen Körper hört & ihm aktiv Gutes tun möchte.

Wir sollten viel öfter auf unser Bauchgefühl & unseren Körper hören – nicht nur in der Fastenzeit!

Ernährungsumstellung

Die Fastenzeit kann ein guter Einstieg in ein gesundes & bewussteres Leben sein. Du kommst motiviert aus der Fastenzeit & hast alte Gewohnheiten bereits für einige Tage oder sogar Wochen  abgelegt. Die perfekte Zeit also, um neue, gesündere Gewohnheiten zu schaffen.

Con’s

Energie- & Nährstoffmangel

Gerade beim totalen Fasten, in der man sich für einige Tage aussschließlich von Wasser & ungesüßtem Tee ernähren soll, bekommt der Körper viel zu wenig Energie & Nährstoffe. Das zeigt sich natürlich auch (vermeintlich positiv) auf der Waage: Ein paar Kilos wurden verloren. Leider handelt es sich hierbei vor allem um Wasser & Muskelmasse. Aus dieser versucht der Körper nämlich in Notsituationen Energie zu gewinnen & dafür baut er fleißig Muskeln ab.

Nebenwirkungen

Während des Fastens können vorübergehend sehr unangenehme Nebenwirkungen auftreten.

  • Kreislaufprobleme
  • leichte Unterzuckerung
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • leichte Sehstörungen

Diese Symptome sind meist harmlose Anpassungsstörungen des Herz-Kreislauf-Systems an die sich rasch verändernden Energie-, Elektrolyt- & Körperwasserverhältnisse. Unangenehm sind diese Nebenwirkungen aber allemal.

Beim Auftreten von heftigeren Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht & das Fasten beendet werden.

Jojo-Effekt

Die Zeit des Fastens ist immer begrenzt. Was danach kommt, kennt bestimmt jede/r: Der Jojo-Effekt. Der Körper ist froh darüber, endlich wieder genug Energie & Nährstoffe zu bekommen & lagert ein, um in einer erneuten Hungersnot (ja, so sieht der Körper das) genügend Reserven vorweisen zu können. Aus diesem Grund kann es sogar passieren, dass die Waage noch mehr Kilos als zuvor anzeigt.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält deshalb nicht viel vom Fasten als Maßnahme zum Abnehmen. Wie schon beschrieben eignet sich Fasten bestenfalls als Einstieg in ein gesünderes, bewussteres Leben.

Körpergeruch

Vor allem, wenn du vollkommen auf nährstoffhaltige Lebensmittel verzichtest, kann sich dein Körpergeruch unangenehm verändern. Denn dein Körper benötigt natürlich trotz allem Energie, um funktionieren zu können. Die holt er sich ein paar Tage aus Reserven. Zeitgleich wird im Körper Energie aus Ketonkörper in der Leber gewonnen, um deine Muskeln & dein Gehirn ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Hierbei entsteht Aceton als Endprodukt. Und genau das sorgt für einen unangenehmen Körpergeruch. Der entstandene Geruch hat also nichts mit Giften oder Ablagerungen zu tun, die den Körper nun verlassen.

Fazit

Wenn du Fasten möchtest, dann dir zuliebe nicht die Hardcore-Version & immer in Kombination mit Bewegung. So kannst du dem Muskelverlust entgegenwirken. Abgesehen davon produziert der Körper auch während körperlicher Aktivität eine Menge Endorphine. Super für Körper & Geist!

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