Ernährungsmythen

Mythen der Fastenzeit

Der Mensch fastet aus unterschiedlichen Gründen – Religion, Selbstfindung, Gesundheit.

In unserem Breiten kennen wir vor allem die vorösterliche Fastenzeit vom Aschermittwoch bis Ostern, in der überwiegend auf Fleisch, Alkohol & andere Genussmittel verzichtet wird. Doch auch in anderen Religionen wie dem Islam oder Judentum sind Fastenzeiten Tradition.

Was einst primär einen religiösen Hintergrund hatte, hat sich heutzutage zu einem ausgewachsenen Trend entwickelt. Viele Menschen fasten aus den unterschiedlichsten Gründen. Ob nun aus Gründen der Selbsterfahrung, zur Linderung von Beschwerden oder zur Entlastung des Körpers. Dieser Trend ist der Industrie natürlich nicht entgangen – Fasten ist zu einem riesigen Geschäft geworden.

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Doch was ist Fasten nun eigentlich, wie fastest du richtig & ist es überhaupt wirklich gesund? Das & noch viel mehr erfährst du hier!

Unter dem Wort „fasten“ findet man im Duden folgende Definition: „Sich für eine bestimmte Zeit ganz oder teilweise der Nahrung enthalten oder auf den Genuss bestimmter Speisen verzichten.“

Der totale Verzicht auf feste & kalorienhältige Nahrung & Genussmittel stellt hierbei die strengste Form des Fastens dar.

Doch Fasten ist nicht gleich Fasten. Die Definition ist ziemlich grob gehalten, was zu einer Vielzahl von Fasten-Methoden geführt hat. Damit ihr im Laufe meiner Beiträge nicht verwirrt seid, hier meine Einteilung.

Zu Beginn die wichtigste Unterscheidung: Präventives Fasten bei Gesunden & therapeutisches Fasten beim Vorhandensein von Krankheiten. Therapeutisches Fasten sollte immer unter ärztlicher & diätologischer Aufsicht stationär oder ambulant erfolgen. Hier können Selbstversuche so richtig nach hinten losgehen!

Du hast bestehende Erkrankungen wie Diabetes oder starkes Übergewicht, möchstest aber trotzdem Fasten? Dann melde dich einfach bei mir. Gemeinsam erarbeiten wir ein Konzept, dass an deinen gesundheitlichen Zustand angepasst ist & deinem Körper gut tut!

Bei nachfolgenden Situationen & Krankheiten ist Fasten gänzlich ungeeignet & sollte auf jeden Fall vermieden werden:

  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Kinder, hohes Alter
  • Herz-, Leber- & Nierenerkrankungen
  • Depression, psychische Erkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • Essstörungen

Vom Gebrauch von Abführmitteln als Darmreinigung zu Beginn oder während des Fastens ist abzuraten! Abführmittel, Salze, Einläufe, Darmspülungen etc. können starke Nebenwirkungen mit sich bringen. Eine Anwendung ist nur nach ärztlicher Empfehlung durchzuführen.

Bei den folgenden Fasten-Methoden befinden wir uns im Bereich des präventiven Fastens.

Totales Fasten

Beim totalen Fasten, auch Nulldiät genannt, ist nur das Trinken von Wasser & ungesüßtem Tee erlaubt. Eine hohe Flüssigkeitszufuhr ist hier Hauptaugenmerk. Aufgrund des anhaltenden Energie- & Nährstoffmangels sowie dem vorwiegenden Verlust der Muskelmasse ist diese Art des Fastens nicht empfehlenswert.

Heilfasten

Bei den meisten Arten des Heilfastens (ja, auch hier gibt es wieder viele Möglichkeiten) steht eine ausschließlich flüssige Nahrungsaufnahme im Vordergrund. Erlaubt sind je nach Methode Wasser, ungesüßter Tee, Molke, Obst- & Gemüsesaft sowie Gemüsebrühe. Heilfasten wird meist über eine Zeit von 14-21 Tagen durchgeführt. Vorab sollte in jedem Fall ein ärztlicher Check-Up durchgeführt werden, um sicherzustellen, ob der Körper die folgende Hungerzeit unbeschadet überstehen kann.

Intervallfasten

Intervallfasten ist auch als „intermittierendes Fasten“ bekannt. Hier gibt es ebenfalls unterschiedliche Modelle. Das wohl bekannteste ist das Modell 1:1, was so viel bedeutet wie: 1 Tag Essen : 1 Tag Fasten. Die etwas gelockerte Form ist das Modell 2:1 (2 Tage Essen : 1 Tag Fasten). Viele Fastenfans legen einfach einen Fastentag pro Woche ein – auch das ist eine Möglichkeit.

Modifiziertes Fasten

Das modifizierte Fasten ist eine moderate Variante des Fastens. Dem Körper wird über Obst- & Gemüsesäfte, Supplemente, Eiweißshakes etc. eine gewisse Grundmenge an Nährstoffen in flüssiger Form zugeführt.

Durch die bestehende Eiweißzufuhr wird der Abbau von körpereigenem Protein gebremst & der Muskelabbau etwas verringert. Die Energieaufnahme beträgt etwa 500 kcal pro Tag. Wichtig ist hierbei eine Flüssigkeitszufuhr von mind. 3 Liter pro Tag.

Individuelles Fasten

Immer häufiger entscheiden sich Menschen ganz bewusst dafür in der Fastenzeit auf ungesunde Dinge zu verzichten. Angefangen mit dem Verzicht auf Fleisch oder tierische Produkte im Allgemeinen (sozusagen vegetarisches/veganes Fasten) über das Weglassen von Alkohol, Koffein (Kaffee, Energydrinks, Limonaden) & Junkfood oder Süßigkeiten bis hin zum Rauchstopp & damit einhergehenden Nikotinverzicht. Hier ist so ziemlich alles vertreten, was einen schlechten Einfluss auf unseren Körper hat.

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Neugierig geworden? In meinem nächsten Beitrag erfahrt ihr mehr über die Pros & Cons des Fastens. Hast du bis dahin Fragen oder möchtest mehr wissen? Dann melde dich einfach bei mir!

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