Ernährungsmythen

Vitamin C – Das Wundermittel bei Erkältungen?

Draußen ist es so richtig kalt & unser Körper muss auf Hochtouren arbeiten, um den herumschwirrenden Erregern standhalten zu können.

Die Behauptung, dass Vitamin C vor einer Erkältung schützt & diese – sollte sie schon in vollem Gange sein – verbessert, hält sich hartnäckig.

Heute schauen wir hinter die Kulissen & finden heraus, ob da wirklich was dran ist.

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Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist ein wasserlöslicher Stoff mit säuerlichem Geschmack. Vitamin C muss mit der Nahrung zugeführt werden, weil der menschliche Organismus nicht in der Lage ist, es selbst herzustellen. Ascorbinsäure kann auch nicht gespeichert werden, weshalb es laufend mit der Nahrung aufgenommen werden muss.

Vitamin C wirkt nicht nur als Radikalfänger, sondern spielt bei vielen Prozessen im Körper wie bei der Produktion von Botenstoffen sowie der Wundheilung & Narbenbildung eine wichtige Rolle. Vitamin C trägt außerdem zur Festigkeit von Bindegewebe, Knorpeln & Knochen bei, indem es einen Einfluss auf die Bildung & Vernetzung von Kollagen hat. Zu alledem verbessert Vitamin C auch noch deine Eisenaufnahme.

Erwachsene haben einen täglichen Vitamin C-Bedarf von 100 mg. Starke Raucher benötigen sogar bis zu 200 mg Ascorbinsäure pro Tag, weil sie weniger Vitamin C aufnehmen können & mehr davon verbrauchen.

In welchen Lebensmittel ist viel Vitamin C enthalten?

  • Zitrusfrüchte
  • Kiwi
  • Paprika
  • Brokkoli & Karfiol
  • Rosen- & Grünkohl
  • Erdäpfel

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Die Idee, dass Vitamin C gegen Erkältungen hilft, geht unter anderem auf den Chemie-Nobelpreisträger Linus Pauling zurück. Dieser schrieb in den 1970er Jahren in seinem Buch über die angebliche Wirkung von Vitamin C. Seither ist Vitamin C das Anti-Erkältungs-Vitamin schlechthin.

Die Wirksamkeit von Vitamin C wurde in zahlreichen Studien untersucht. Es zeigt sich, dass eine hochdosierte Einnahme von Vitamin C – also eine Einnahme von mehr als 200 mg pro Tag – die Häufigkeit von Erkältungen in der Normalbevölkerung nicht reduziert.

Wird Vitamin C schon eingenommen, bevor sich erste Symptome zeigen, ist eine geringfügige Verkürzung der Krankheitsdauer erkennbar, wobei dieser Effekt bei Kindern etwas größer zu sein scheint als bei Erwachsenen. Bei einer Erkältungsdauer von 3-7 Tagen kann vorsorglich eingenommenes Vitamin C also bewirken, dass sich die Krankheitsdauer der Erkältung um weniger als einen Tag verkürzt.

Haben sich schon erste Symptome bemerkbar gemacht, sind Vitamin C-Präparate ungeeignet. Weder die Dauer der Erkältung noch der Schweregrad wird dadurch positiv beeinflusst.

Was passiert bei einer Vitamin C-Überdosis?

Vitamin C gehört zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine & wird über den Urin ausgeschieden. Deshalb sind bei einer leichten Überdosierung keine schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen zu erwarten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ascorbinsäure – in großen Mengen aufgenommen – keine Nebenwirkungen hat. Magen-Darm-Beschwerden wie Krämpfe oder Durchfall sowie Übelkeit & Erbrechen können die Folge sein. Möglicherweise besteht zudem ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Nierensteinen.

Vitamin C-Präparate solltest du also nie leichtfertig & „einfach so“ einwerfen. Den Grundsatz „Nutzt’s nix, schad’s nix“ solltest du hier nicht anwenden.

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Erreger von Erkältungen können sowohl Bakterien als auch Viren sein. Die Behandlung einer Erkältung mit Antibiotika ist kontraproduktiv, da ein Antibiotikaeinsatz nur bei bakteriellen Infektionen sinnvoll ist. Es bleibt dir also nichts anderes übrig, als die Erkältung auszusitzen & das Beste daraus zu machen. Trink viel Tee, pack dich warm ein & ernähre dich bunt, vitamin- & mineralstoffreich.

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